Dubrovnik im Vielvölkerstaat 1815 - 1918
 
Die Zeit Napoleons war Geschichte. Und der ursprüngliche Gedanke der französischen Revolution hatte die Europäer dennoch nachhaltig beeinflusst. Doch die Beschlüsse des Wiener Kongresses von 1814/15, die nochmals die Zeit weit vor Napoleon, die Zeit des Absolutismus wieder herzustellen suchten, standen dazu im völligen Gegensatz; die "Neuordnung Europas" überging die Verhältnisse und Bedürfnisse der Völker und Volksgruppen. Das Selbstbestimmungsrecht war kein Thema, so dass die Vereinbarungen des Kongresses nicht nur zur Vergrößerung des Kaiser- und Königreiches Österreich-Ungarn führten.

(Volksgruppen der K.u.K Monarchie bis 1918: Deutsche, Tschechen, Slowaken, Österreicher, Ungarn, Italiener, Rumänen, Slowenen, Kroaten, Serben)
 

Eine neue Zeit

Dubrovnik, einst Demokratie, jetzt Teil Österreich-Ungarns, konnte sich vorerst nur den neuen Verhältnissen unterordnen. Doch erlebte diese Stadt, in dieser Zeit, unmittelbar vor und zu Beginn der industriellen Revolution, noch einmal eine kleine Blüte. Der Schiffsbau modernen Typs und der damit verbundene Handel gaben ein Stück weit das Gefühl der einstmals freien Gesellschaft zurück.

Französischer Schriftsteller, 1828 - 1905
Jules Verne
Auch die Tourismusbranche erkannte den potentiellen Wert dieser Region und bot Reisefreudigen die ersten Dienstleistungen an. Spektakuläre Spionageaffären im Zeichen innerer und äußerer Spannungen Österreich-Ungarns inspirierten Autoren und Schriftsteller.
Jules Verne schrieb den Mythos des
Dr. Antekirta - der geheimnisvollen Inselwelt
(Dalmatinische Inseln) um Ragusa - Dubrovnik.

Doch der straff organisierte Beamtenstaat der Monarchie konnte die inneren Spannungen nie lösen. Die Verstrickung in eine nicht durchschaubare Intrigenpolitik auf dem Balkan, den daraus folgenden Balkankriegen 1912 und 1913, entspannten die Lage im Bezug zur Vielvölkerschaft und Minderheitenpolitik nicht.
 

1914

Durch Rüstungswettläufe, Rivalitäten, außendiplomatischen Überstürzungen sowie Machtinteressen - beinahe aller europäischen Militärmächte - spitzte sich die Situation 1914 endgültig zu.

Am 28. Juni 1914 wurden der Österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau auf offener Straße in Sarajewo (Bosnien und Herzegowina), im Auftrag der Geheimorganisation Schwarze Hand durch den Studenten Gavrilo Princip erschossen. Die Tagespresse erkannte zu diesem Zeitpunkt die Tragweite der Geschehnisse nicht. Doch der erste Weltkrieg begann.

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